‚Ruchami‘ ist ein Ort der generationenübergreifenden Begegnung und der (autodidaktischen) Kunst. Hier führen wir uns wieder zusammen und wirken der Separation in altersorientierte Gruppen und der damit verbundenen Entwöhnung dieser Gruppen entgegen.
Betrachtet man die Entwicklung unserer Gesellschaft, so werden Kinder in die Kindergärten geschickt, Senioren vereinsamen daheim oder finden sich nur unter ihresgleichen in Altersheimen wieder, Jugendliche halten sich in Jugendzentren oder auf der Straße auf, … was fehlt, ist ein Raum in welchem generationenübergreifendes Leben, wie es vor hundert Jahren in jedem Haushalt Gang und Gäbe war, stattfindet, wo sich Menschen aller Generationen begegnen und gemeinsam wirken, und voneinander lernen und dabei voneinander quasi profitieren.
Es wird bestimmt nicht immer einfach sein, und manche werden die Ruhe der eigenen vier Wände wieder gerne genießen, doch möchten wir einladen, uns wieder aneinander zu gewöhnen, und einen Austausch von Lebensfreude und Neugier, zu Erfahrung und Gelassenheit, fördern.
Der hebräische Name ‚Ruchami‘, der der Kosename des Frauennamens Ruchama ist, ist der israelischen Serie „Shtisel“ und einer dort auftretenden Protagonistin entliehen, und symbolisiert nicht nur den nahezu unerschöpflichen Selbstverwirklichungs- und Überlebenswillen, der uns Menschen zu eigen ist, sondern auch die Hingabe an und die Vielfalt unserer Gesellschaft und Kultur – mit allen Höhen und Tiefen.
